Kraft der Weiblichkeit

Vielleicht erging es dir wie mir, dass ich lange Zeit weibliche Qualitäten oder auch das mütterlich-weibliche Prinzip, quasi die Kraft der Weiblichkeit, nicht so ernst genommen oder gar unterdrückt habe. Auf keinen Fall wollte ich als schwach, als zu umsorgend, nicht leistungsstark genug oder als sensibel gelten. Also habe ich gar nicht so genau darüber nachgedacht, dass genau hier doch auch meine Stärken liegen könnten.  

 Im Laufe der letzten Jahre jedoch habe ich festgestellt, wie schön es ist genau diese Qualitäten zu leben und vor allem, wie viel Kraft dahintersteckt. Ich habe sozusagen die Kraft meiner Weiblichkeit entdeckt. Bevor ich jetzt aber über meine Erkenntnisse und Erfahrungen spreche, möchte ich gleich vorweg sagen, dass sich die individuelle Kraft der Weiblichkeit bei dir anders ausdrücken kann, als bei mir.  

Bei diesem Blogbeitrag geht es mir heute vor allem darum, dir ein paar Impulse mitzugeben. Und vielleicht erkennst du dich auch in dem ein oder anderen Punkt wieder oder wirst davon angetriggert, genauer hinzuschauen. Vielleicht denkst du dir aber auch, dass du die Punkte gar nicht nachvollziehen kannst oder auch magst.  

 Auch möchte ich dazu sagen, dass, wenn ich von Weiblichkeit spreche, nicht das Rollenbild Frau oder das Geschlecht gemeint ist, sondern die Qualitäten, die damit einher gehen. Diese können wir in jedem Menschen finden. Genauso, wie in jedem Menschen die Qualitäten der Männlichkeit bzw. der männlichen Energie zu finden sind.  

 Ok, jetzt aber genug drum herumgeredet. Ich würde sagen, ich lege gleich direkt mit meinem ersten Gamechagner los. Der erste Punkt bezieht sich auf den Menstruationszyklus. Dieser Punkt hat mich mein zyklisches Leben, mit ganz anderen Augen sehen lassen.  

 

Für mich drückt sich die Kraft der Weiblichkeit nicht in Dominanz, Unterdrückung oder einseitiger Macht aus.  

 Die Kraft der Weiblichkeit liegt für mich viel eher im gesunden Einsatz von Macht. Denn durch unseren Menstruationszyklus lernen wir Demut. Demut vor dem Leben, der Natur und dem Einsatz von Macht.  

 Denn in jedem Zyklus haben wir eine Zeit, in der wir Superwoman sind. Wir sind unbesiegbar, haben wahnsinnig viel Energie und uns kann nichts aus der Bahn werfen.  

Doch gleichzeitig haben wir jeden Zyklus auch Zeiten, in denen der Rückzug, das Loslassen und die Auseinandersetzung mit sich selbst im Vordergrund steht.  

 Und ich habe gemerkt, dass, wenn wir uns ganz auf diesen Prozess einlassen, der ja auch mit dem Kreislauf von Leben und Sterben zu tun hat, dann können wir dadurch lernen, dass wir eben nicht unbesiegbar sind und dass es im Leben nicht um immer höher, schneller, weiter geht. Wir lernen, was es heißt verletzlich zu sein, vielleicht sogar Unterstützung zu brauchen. Und wir lernen und mit jedem Sterben des Egos mehr und mehr selbst kennen. Kommen der eigenen Seele immer näher, wachsen und erforschen uns selbst. Aber eben nur, wenn wir uns auf den Prozess des Loslassens einlassen. 

 Und wenn wir es uns erlauben unseren Zyklus zu leben, dann lernen wir auch einen gesunden Einsatz von Macht. Und dann heißt Macht nicht Unterdrückung, sondern Wachstum auf allen Ebenen, ohne über Leichen zu gehen.  

 Unser Zyklus lehrt uns also, dass Macht nichts Böses ist und wie wir diese für die Welt einsetzten können.  

Diese Erfahrung und Erkenntnis habe ich in den letzten Jahren ein paar Mal ganz intensiv lernen dürfen. Einige Zyklen waren wahnsinnig Wandlungsprozesse und haben mich nachhaltig verändert. 

 

Die Kraft der Weiblichkeit, drückt sich für mich durch das „Einfach Sein“, die Hingabe, aus 

Gerade in unserer Gesellschaft ist es gar nicht so leicht einfach mal nur zu sein. Das heißt im Moment, im Hier und Jetzt zu sein und nicht schon wieder einen Schritt weiter nach vorne zu gehen. Für mich ist das eine wahnsinnig große Kraft. Denn in diesen Momenten kann ich den Augenblick wirklich genießen und mich selbst spüren. In diesen Momenten kann ich aber auch wirklich am Leben sein und kann nicht nur mich selbst, sondern auch meine Mitmenschen sehen und zuhören.  

 Ich habe in diesem „im Moment sein“ immer das Gefühl, dass ich wirklich am Leben bin. 

Und ich glaube, dass genau auch hier eine große Stärke der weiblichen Qualitäten liegt. Denn, wenn ich mir in diesen Momenten wirklich Zeit für mich oder meine Mitmenschen nehme, dann löst sich in mir ganz viel Anspannung und Druck. Ich lade Entspannung ein. Und das nicht nur für meinen Körper, sondern auch für meinen Geist. Dieser kann sich auf eine Sache konzentrieren oder eben auch mal eine kleine Pause haben von all den Einflüssen, die jeden Tag auf uns einströmen.  

 Und ich habe auch für mich festgestellt, dass sich dadurch Freundschaften, Partnerschaft, Familienbünde aber auch die Entstellung mir selbst gegenüber verändern. Diese Verbindungen werden tiefgründiger, voller Leichtigkeit und mit purer Liebe ausgefüllt, weil wir wirklich füreinander da sind. 

 Und gleichzeitig steht für mich, die Kraft der Weiblichkeit, für Lebensfreude und dem puren Genuss am Leben. Warum ich das zu diesem Punkt stellen möchte ist, dass sich diese Freude für mich immer dann einstellt, wenn ich wirklich im Moment lebe. Denn mein Leben findet im Hier und Jetzt statt und weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. Und genau das ist für mich eine weiter Kraft der weiblichen Qualitäten. 

 

Die Kraft der Weiblichkeit, drückt sich für mich durch Verkörperung aus  

Für mich bedeutet die eigene Weiblichkeit leben nicht, nur Sanftheit, Freude, Fürsorge, usw. aus. Meine Weiblichkeit zu leben bedeutet für mich auch roh und wild zu sein. Und genau darin sehe ich wieder die Stärke. 

Gefühle wie Wut, Aggression, Scham, Neid, … können uns so viel lehren. Sie wollen aber gelebt und verkörpert werden. Werden sie unterdrückt, dann können sie nicht durch den Körper fließen und die Energie wird sich entweder im Körper stauen oder auf eine andere Art und Weise ausdrücken. Und genau hier setzt für mich die Kraft der Weiblichkeit an. Durch sie habe ich meinen Körper auf andere Art und Weise kennen lernen dürfen. Ich konnte mich durch ihn verkörpern, mein Inneres aus- und erleben. Und genau dadurch, habe ich viele Schattenseiten anschauen dürfen. Es war nicht immer einfach, aber am Ende doch heilsam. Hierüber könnte man wahrscheinlich einen ganz eigenen Blogartikel verfassen, aber ich wollte diesen Punkt trotzdem kurz mit anbringen. 

 Die Punkte, die ich hier aufgeführt sind, sind wie gesagt meine größten eigenen Erfahrungen, aber auch Erkenntnisse, die ich mit anderen Menschen teilen durfte. Und sie sind bei Weitem nicht komplett, aber ich hoffe ich konnte dir ein paar Impulse damit setzten.  

Und vielleicht magst du deine Erfahrungen auch mit mir teilen. Dann schreib mir gerne bei Instagram oder komme in die exklusive Facebookgruppe.  

 Ich freue mich auf den Austausch mit dir! 

 Deine Vanessa ,